Interessengemeinschaft für mehr Lehrer an Bayerns Volksschulen

und gegen jahrgangskombinierte Klassen

Ausgewogenere Klassenstärken durch Gastschüler

 

Die einen Schulen haben bis zu 32 Kinder in den Grundschulklassen, die Nachbarschulen nur 18 bis 20.  Durch Verzicht auf den Lehrerabbau auf Grund rückläufiger Schülerzahlen könnten natürlich viele der großen Klassen geteilt werden und so wäre die Gerechtigkeit wieder gegeben.

Nachdem die Einsparungen durch Stellenstreichung bereits fest im Staatshaushalt eingeplant sind, gibt es derzeit aber kein Entgegenkommen seitens des Kultusministeriums.

 

Für Eltern, Schulen und Gemeinden bleibt derzeit nur ein Ausweg für gerechtere Verhältnisse und zur Verhinderung von Kombiklassen: Gastschüler.

 

So könnte es funktionieren:

Schulen mit großen Klassenstärken befürworten, dass Eltern auf freiwilliger Basis ihre Kinder in eine Nachbarschule schicken, wo es kleinere Klassen gibt. Dies geht natürlich nur, wenn die Busverbindung passt und diese Eltern müssen in der Regel bereit sein, die Buskosten selbst zu übernehmen (vergleichsweise geringe Kosten im Vergleich zu vorangegangenen Kindergartenkosten).

Die Eltern müssen einen Antrag bei der abgebenden Schule einreichen. Dieser geht  dann weiter an die aufnehmende Schule und anschließend an den Schulaufwandsträger (in der Regel Gemeinde) der aufnehmenden Schule.

So könnten ohne Kombiklassen die Lehrer noch viel gleichmäßiger verteilt werden als mit der vom Kultusministerium propagierten Methode.

 

Vorteil für abgebende Schule:

-        kleiner Klassen

 

Vorteile für aufnehmende Schule:

-        ist gerechter gegenüber Schulen mit übergroßen Klassen

-        keine Kombiklassen und dadurch in der Regel auch zugleich kleinere Klassen als wenn durch die Zusammenlegung (Kombiklassen) eine Klasse weniger entsteht

-        Schulstandorte kleiner Schulen werden gesichert

Es entstehen der aufnehmenden Schule kaum zusätzliche Kosten, da sich die Raumkosten nicht erhöhen und Buskosten in der Regel von den Gastschülern selbst übernommen werden müssen. Da die Klassen aber nicht schlagartig wesentlich größer werden (wie bei Bildung von Kombiklassen), gibt es keine Platznot (Umbau von Klassenzimmern erforderlich?) und es brauchen auch keine anderen Lehr- und Lernmittel angeschafft werden. So sind in der Regel für den Schulaufwandsträger ein paar Schüler mehr deutlich günstiger als Kombiklassen.

 

Trotzdem haben wir in Wackersberg am 01.08.2006 eine herbe Niederlage einstecken müssen:

Unsere 2. Vorsitzende Martina Probst hatte sich stark engagiert, um Gastschüler aus angrenzenden Bereichen der Gemeinde zu bekommen.

Sie hatte einen passenden Schüler gewonnen, die abgebende Schule hatte zugestimmt, ebenso die abgebende Gemeinde und die aufnehmende Schule.

Vorbereitend hatten wir den 2. Bürgermeister Alois Bauer informiert, der uns unterstützte. Und trotzdem wollten 8 Gemeinderäte den Argumenten nicht zustimmen und der Antrag wurde mit 8:8 Stimmen abgelehnt – ein trauriges Kapitel gegen die Interessen der Eltern.

 

Es gilt noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten!