Leserbrief Tölzer Kurier, 22.08.2006
Unverständnis über
Ablehnung
Zum Artikel: „Kein Platz für Tölzer Buben“ im Tölzer Kurier vom 14./15. August
Der Artikel hinterlässt bei
mir als Mutter eines Schulkindes Unverständnis und offene Fragen. Da stellt
sich also folgende Situation: Die
Volksschule Süd mit einer großen Klassenstärke kann durch die Grundschule Wackersberg entlastet werden. Letztere ist daran
interessiert, einen Tölzer Gastschüler aufzunehmen und zwar vor allem deshalb,
weil ihnen auf Grund geringer
Klassenstärke jahrgangskombinierte Klassen drohen.
Auf mich wirkt es wie eine
gute Problemlösung: Beide Schulen profitieren, die Eltern zahlen die
Busbeförderung selbst, insgesamt entstehen also kaum Mehrkosten für die Wackersberger Gemeinde.
Daher rührt mein
Unverständnis und folgenden Fragen an die Gemeinderäte:
Mit welcher Begründung lehnen
sie den Gastschulantrag ab? Sind sie sich darüber im Klaren, dass sie durch
eine Begrenzung der Schülerzahlen die Einrichtung einer Kombiklasse eventuell
provozieren? Haben sie sich zu diesem Thema überhaupt gründlich informiert?
Auch zu den Mehrkosten, die für die Gemeinde Wackersberg
entstehen, wenn es zur Bildung von Kombiklassen kommt?
Der Elternbeirat der
Grundschule Wackersberg und die IG gegen
jahrganskombinierte Klassen haben die pädagogischen Nachteile von Kombiklassen
erkannt und durch eine Petition für das Schuljahr 06/07
abgewendet. Berücksichtigt
der Gemeinderat die Interessen der Eltern und Schüler der Wackersberger
Grundschule?