Süddeutsche
Zeitung
Aus
lizenzrechtlichen Gründen nachfolgend nur ein
Auszug
aus Wolfratshauser SZ
Samstag/Sonntag 18./19. März 2006
Eltern
wehren sich gegen Kombiklassen
Neue
Initiative lehnt Zusammenlegung von Jahrgangsstufen in Königsdorf, Gaißach und Wackersberg ab
Landkreis:
Zwei Jahrgangsstufen in einer Klasse, das war früher gang und gäbe. In
Wackersberg, Gaißach oder Königsdorf könnten die so
genannten Kombi-Klassen bald wieder Realität werden. "Wir müssen irgendwie
Gerechtigkeit schaffen", erklärt Schulamtsdirektor Norbert Weinhuber. Die betroffenen Eltern wollen sich jedoch
dagegen wehren und haben deshalb eine Initiative gegründet.
Der
Zusammenschluss trägt den langen Namen "Interessengemeinschaft für mehr
Lehrer an Bayerns Volksschulen und gegen jahrgangskombinierte Klassen".
Vorsitzender ist Albert Orterer, dessen Kinder die Wackersberger
Schule besuchen. 38 Erstklässler erwartet die Schule im Herbst, davon könnte
ein Teil eine Kombi-Klasse mit der zweiten Jahrgangsstufe bilden.
Orterer
befürchtet, dass den Kindern durch Kombi-Klassen Nachteile entstehen. "Der
Lehrer hat nicht mehr Zeit, Schwächere und Spätzünder bleiben auf der
Strecke." Der Initiative beigetreten sind bisher Elternbeiräte aus Gaißach und Königsdorf. Im Ernstfall will die Initiative
laut Orterer rechtliche Schritte unternehmen. "Unser Wunsch ist, mehr
Lehrer für unsere Kinder zu haben."
…
Kritik
übt Georg Kellner, Bürgermeister von Wackersberg. "Ich sehe es ungern,
dass eine gut geführte Schule Abstriche hinnehmen muss, nur weil andere Schulen
übervoll sind." Ministerpräsident Stoiber habe sich Bildung auf die Fahnen
geschrieben, da sollte Lehrerversorgung kein Thema sein.
….