Tölzer Kurier, Seite Isarwinkel, 14.08.2006

 

Kein Platz für Tölzer Buben

 

Gastschulantrag in Wackersberg abgelehnt

 

Wackersberg – Wegen eines Tölzer Gastschülers, der die Grundschule Wackersberg besuchen will, erhitzten sich die Gemüter in der jüngsten Ratssitzung. Der Antrag war sowohl von den Eltern des Buben als auch von der Leitung der Tölzer Volksschule-Süd befürwortet worden, da dort mit einer Klassenstärke von weit über 30 Abc-Schützen gerechnet wird. In Wackersberg hingegen werden in die beiden ersten Klassen des Schuljahres 2006/07 nur jeweils 18 Kinder kommen.

Gemeinderätin Zenzi Ostler setzte sich für die Aufnahme ein: „Es ist unstrittig, dass kleinere Klassen besser sind.“ Sie wies darauf hin, dass es bereits im nächsten Jahr auch für die Wackersberger Schule besser sein könnte, wenn sie mehr Schüler hätte. Das Damoklesschwert einer kombinierten ersten/zweiten Klasse drohe dann erneut. Auch würden der Gemeinde für den einen Schüler kaum Mehrkosten entstehen, da die Schulwegbeförderung die Eltern tragen würden.

Doch offensichtlich waren diese Gründe für viele Räte nicht nachvollziehbar. So wurde der Antrag mit 8:8 Stimmen äußerst knapp abgelehnt.  Einstimmig befürwortet wurde hingegen der Gastschüler-Antrag eines Buben, der jüngst von Fischbach nach Schlegldorf (Schulsprengel Lenggries) umgezogen war. Zudem wurde zugestimmt, dass eine junge Oberfischbacherin an die Volksschule Reichersbeuern gehen darf.

esc